Rechtsschutz für Ärzte und Mieterrechtsschutz

Rechtsschutz für Ärzte und Mieterrechtsschutz

Okt 17

Ärzte tragen eine hohe Verantwortung für ihre Patienten, denn von dem Erfolg einer Behandlung kann die Arbeitsfähigkeit eines Patienten und damit seine finanzielle Existenz abhängen. In den letzten Jahren hat sowohl die Zahl von Schadensersatzprozessen gegen Ärzte als auch die Höhe der erstrittenen Schadensersatzsummen zugenommen, auch wenn diese Zahlen immer noch weit von denen in den Vereinigten Staaten abweichen. Klagt zum Beispiel ein Arbeitnehmer erfolgreich auf Schadensersatz, weil er durch einen Behandlungsfehler nicht mehr arbeitsfähig ist, so können die Kosten durch eine Berufsunfähigkeit enorm hoch sein und eine dauerhafte finanzielle Belastung darstellen.

Auch Ärzte sind eben nur Menschen und damit vor Fehlern nicht gefeit, um so wichtiger ist eine rechtliche Absicherung gegen mögliche Prozesskosten. Die Versicherung kann auch für angestellte Ärzte, die Arzthelferin oder anderes Personal in der Praxis abgeschlossen werden, da ein niedergelassener Arzt in der Regel ja auch Mitarbeiter hat. Die Rechtsschutzversicherung ist übrigens in der Regel nicht für Schadensersatzzahlungen zuständig, für dieses Risiko gibt es noch eine gesonderte Arzthaftpflichtversicherung, die gegebenenfalls die entstandenen Schadensersatzansprüche reguliert. Die Arztrechtsschutzversicherung hilft jedoch auch bei Regressklagen, die immer häufiger von den Krankenkassen angestrengt werden. Die Zahl dieser Prozesse nimmt ebenfalls immer mehr zu, weil viele Krankenkassen sich in finanziellen Engpasssituationen befinden und sich durch das Einklagen von Regresszahlungen entlasten möchten. Wer in dieser Situation keine Rechtsschutzversicherung besitzt, befindet sich sehr schnell am kürzeren Hebel und kann sein Recht nicht durchsetzen.

Der Mietrechtsschutz ist eine Variante des Immobilienrechtsschutzes, die sich jedoch nur an den Mieter eines Gebäudes oder einer Wohnung richtet. Mit dieser Versicherung ist man vor den Prozesskosten bei Streitigkeiten mit dem Vermieter geschützt, denn die Prozesskosten und das Honorar für den Anwalt bezahlt hier die Versicherung. Wenn man mehrere Wohnungen mietet oder für die Garage beziehungsweise den Tiefgaragenpolatz ein gesonderter Mietvertrag besteht, sollte dies in der Versicherungspolice berücksichtigt werden. Bei sehr günstigen Versicherungstarifen kann nämlich in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt werden, dass der Rechtsschutz ausschließlich für eine bestimmte gemietete Wohneinheit gilt. Noch wichtiger ist dies, wenn man Wohnungen oder ein Haus für gewerbliche Zwecke anmietet. Die Versicherungsbeiträge hängen davon ab, wie hoch die Miete für das angemietete Objekt ist und ob es sich um eine gewerbliche Nutzung oder um eine Wohnimmobilie handelt. Je höher die Miete ist, desto höher sind auch die fälligen Beiträge für die Versicherung. Dies liegt einfach daran, dass die Prozesskosten und das Anwaltshonorar sich nach dem Streitwert eines Prozesses richten und dieser hängt bei Immobilienrechtsfragen wiederum von der zu erwartenden Miete ab. Klagt zum Beispiel ein Vermieter gegen eine Mietminderung des Mieters, so ist der entgangene Gewinn direkt von der Höhe der Mietkürzung abhängig. Auch die Kosten einer Renovierung oder ein möglicher entstandener Schaden bei einem Wohnungsbrand kann man mit der Jahresmiete gut abschätzen, sodass dieses Kriterium auch vor Gericht häufig zur Anwendung kommt.

Wie ein Rechtsschutzversicherung Test funktioniert.

Rechtsschutzversicherung im Test

Ohne eine Rechtsschutzversicherung ist es kaum möglich, sein Recht vor Gericht durchzusetzen. Von der Versicherung werden Anwalts- und Prozesskosten getragen, welche der Betroffene sonst allein zahlen müsste. Auch werden über die Rechtsschutzversicherung der Lebens- oder Ehepartner und die Kinder mitversichert. Allerdings nur, wenn die Kinder noch minderjährig sind oder volljährig, unverheiratet und über kein Einkommen verfügen.

Die Rechtsschutzversicherungen gibt es in den unterschiedlichen Rechtsgebieten. Man kann diese als Komplettpaket oder je nach Zielgruppe mit den verschiedenen Leistungsbausteinen zusammensetzen. Zu diesen Bausteinen gehören beispielsweise: Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht, Familienrechtsschutz, Steuerrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz und vieles mehr.
Als Besitzer einer Rechtsschutzversicherung kann der Anwalt in einem Streitfall frei gewählt werden, wobei die Versicherungsgesellschaften auch einen Fachanwalt empfehlen können.

Die im Versicherungsvertrag vereinbarte Deckungssumme, welche in der Regel bei etwa 100.000 Euro liegt, umfasst die anfallenden Kosten. Hierzu gehören unter anderem die Anwaltskosten, die Gerichtskosten, Zeugengelder, Sachverständigenhonorare, aber auch die Kosten der Gegenseite bei einer Niederlage vor Gericht. Geldstrafen und Bußgelder werden nicht von der Versicherung übernommen.

Der Schutz einer Rechtsschutzversicherung ist europaweit gültig, aber auch in außereuropäischen Mittelmeerländern. Ein weltweiter Schutz kann unter Umständen mit der Versicherungsgesellschaft vereinbart werden.
Der Versicherte wird durch alle Instanzen von seiner Rechtsschutzversicherung vertreten. Liegt jedoch bereits eine Streitigkeit bei Vertragsabschluss vor, so werden hierfür keine Leistungen von der Versicherungsgesellschaft übernommen. Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber kann im Ernstfall vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten bewahren, denn die Prozessbereitschaft ist leider weiterhin ansteigend.

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